Inhaltsstoffe

Das Reinheitsgebot
legt fest, daß in Deutschland für die Herstellung von Bier nur Malz, Hopfen, Hefe und Wasser verwendet werden dürfen. Das Gebot stammt aus dem Jahr 1516 und ist die älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt.

In der Bundesrepublik Deutschland findet das Reinheitsgebot seine rechtliche Begründung im Biersteuergesetz. Hierin ist festgelegt, daß zur Bereitung von Bier nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe verwendet werden dürfen (=absolutes Reinheitsgebot). Darüber hinaus ist im Biersteuergesetz aber auch der Verkehr mit Bier geregelt (§ 10). Danach dürfen unter der Bezeichnung Bier nur solche Getränke in Verkehr gebracht werden, die gegoren sind und den Bestimmungen des § 9 Biersteuergesetz entsprechen.

Wasser

Ohne ausreichende Wasserversorgung läßt sich nicht brauen. Wasser braucht man in der Brauerei für die Reinigung der Anlagen, der Fässer und Flaschen (dafür geht der Großteil des Wasserverbrauchs drauf), für die Vermälzung des Getreides und schließlich zum Brauen selbst. Für diesen bedeutendsten Zweck wird zumeist ein eigenes Wasser herangezogen - denn das Brauwasser muß nicht nur biologisch einwandfrei, sondern auch klar und (je nach Biertyp) nicht zu hart sein.
Die Härte des Wassers hat insofern Einfluß auf den Charakter des Bieres, als sich die Wassersalze beim Brauprozeß mit den löslichen Stoffen des Malzes und des Hopfens umsetzen und die Enzyme des Malzes beeinflussen.

Hopfen

Der Hopfen gilt als die "Seele des Bieres". Er verleiht dem Bier seinen herb-bitteren Geschmack, verbessert dessen Haltbarkeit und stabilisiert den Schaum. Das größte Hopfenanbaugebiet der Welt ist die Hallertau in Bayern.
Hopfen wird in Aroma- und Bittersorten unterteilt. Dabei bestimmt der Anteil an Alpha-Säuren den Bitterstoffgehalt. Er liegt bei Aromasorten zwischen 3 und 6 %, bei deutschen Bittersorten zwischen 6 und 9 %.

Hefe

Durch die Beigabe von Hefe wird je ein Drittel des Malzzuckers in der Bierwürze in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt.
Das geschieht jedoch nicht über Nacht. Rund acht bis zehn Tage arbeitet die Hefe in der Regel im Gärbottich, dann ist der Gärprozeß beendet, und die Hefe wird entfernt. Handelt es sich um eine untergärige Sorte, so setzt sie sich - wie der Name schon sagt - unten auf dem Bottich-Boden ab. Obergärige Hefe wandert dagegen nach oben und wird dort abgeschöpft.

Malz

Malz wird aus Gerste, Weizen, Dinkel oder Roggen gewonnen. In der Mälzerei werden die Getreidekörner durch Zugabe von Wasser zum Keimen gebracht und dann getrocknet (gedarrt).