
1223 in Greccio fand bereits eine Feier in einem
wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt,
jedoch ohne die Heilige Familie.
1478 in Italien weit verbreitet,
1537 in Brügge (Belgien),
in Deutschland Mitte 16.Jhdt. (durch Jesuitenorden),1562 in Böhmen, 1595
in Nippon (Japan), 1599 in Lahor (Ostindien),
1601 in Altötting (Deutschland) und ab 1607 in München.
Stellen Sie am 1. Adventsonntag eine leere Krippe auf. In einiger Entfernung die Figuren Maria und Josef, sie
befinden sich noch am Weg zur Krippe. Jeden Tag stellt man 1 Figur hinzu. Schließlich
am 24. 12. kurz vor der Bescherung legen Sie als 24. und letzte Figur das Jesuskind in die Krippe. (Vergessen Sie aber nicht, Maria und Josef treffen zuvor
ein)! Ihre Krippe sollte mindestens folgende Figuren aufweisen:
Jesuskind in der Futterkrippe,
Maria und Josef, Ochs und Esel, hl. 3 Könige, Weihnachtsstern, Engel,
Hirten, Weidetiere (Schafe, Gänse etc.). Ob die Krippe die Gestalt
einer Höhle, Stall etc. hat ist Geschmackssache! Sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer! Er wird
Ihre Krippe bei der Adventkranzweihe
sicher gerne mitweihen!
Geweihte Figuren strahlen eine eigene Aura aus.
Die in vielfachen Varianten
bekannte figürliche Darstellung des Weihnachts geschehens mit dem in
der Krippe liegenden Jesuskind leitet sich ursprünglich vom geistlichen
Schauspiel des Mittelalters ab. Schon in den ersten Jahrhunderten nach
Christi Geburt gab es Krippenspiele, die dann aber in Vergessenheit gerieten.
Franz von Assisi war es, der am 24. 12. 1223 in der Nähe von Rom eine
Weihnachtsmesse las, bei der er als Symbol für die Geburt Christi
wohl erstmals wieder ein Stall mit Holzfiguren aufbaute.
Krippenspiele sind sowohl
Krippen mit mechanisch beweglichen Figuren wie auch einfache, auf die Anbetung
der Hirten beschränkte Weihnachtsspiele, die häufig auch von
Kindern durchgeführt werden. Die Darstellung der Krippenszene und
die Verwendung der Krippe in Weihnachtsspielen geht vermutlich auf Franz
von Assisi zurück. 1223 wurde er mit lebenden Ochsen und Eseln in
einer szenischem Bild dargestellt. Die Tradition des Aufführens von
Krippenspielen entstammen höchstwahrscheinlich dem Brauch, in Europa
zu Weihnachten Theater- und Schaustücke aufzuführen.
Im 4. Jhdt. bereits finden
wir in Katakomben (San Sebastiano, Priscilla) Malereien bezüglich
Christi Geburt. Darauf abgebildet ist das liegende Kindlein zwischen Ochs
und Esel, sowie evt. Hirten.
Erst später kamen
Bilder, wo auch Maria und die Weisen zu sehen waren. Auch Josef, Verkündigungsengel
(der den Hirten die Botschaft überbrachte), Hebammen (die damals zur
Geburtsstätte gerufen wurden), Badefrauen (die für das Kind Wasser
zubereiteten), Weidetiere (Böcke, Schafe) wurden bald auf Bildern
hinzu gefügt.
Auf vielen Bildern ist
der Stern von Bethlehem als Komet dargestellt. Der Astronom Johannes Kepler
(1571-1630) sagte jedoch, es sei eine besondere, sehr seltene Verbindung
von Jupiter und Saturn gewesen. Er beobachtete eine entsprechende Verbindung
im Jahre 1604 und 1605, die er als "Stern von Betlehem" beschrieb. Diese
Verbindung sei auch im Jahre sieben vor Christus aufgetreten, wobei die
beiden Planeten am 29. Mai, am 3. Oktober und am 5. Dezember im Jahre direkt
nebeneinander im Sternzeichen der Fische gestanden haben sollen. Da Saturn
als Planet der Juden galt, Jupiter aber als Herrscher- und Glücksplanet,
wurde die Verbindung als Zeichen gedeutet, daß in Judäa ein
neuer Herrscher auftritt.
Doch kann der Stern auch
lediglich als Sinnbild gedeutet werden, als Erfüllung der alttestamentlichen
Verheißung: "Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter
aus Israel aufkommen" .