Die Weihnachts-Krippe             Weihnachtlicher Bildschirmschoner mit Musik

  

Als figürliche Darstellung
veranschaulicht sie die Geburt Jesu in 
Betlehem. Der Name Krippe (althochdeutsch krippa): Aus Lukas Evangelium entnehmen wir, daß Maria ihren Sohn in Windeln wickelte und in eine he phatne (Futtermulde) legte, welche sich in einem praesepium, das Wort für Stall, befand. Krippe, dieses Wort stammt vom germanischen Wort für drehen, flechten und bedeutete einst ein Flechtwerk, einen geflochtenen Futterkorb zur Fütterung von Haustieren (z.B. Ochs, Schaf und Esel). Bereits 1545 übersetzte Luther: "...und legt jn in eine Krippen...";

Eine figürliche Darstellung der Heiligen Familie im Stall zu Bethlehem , mit dem Jesuskind in einer Krippe, mit Ochs und Esel , dazu meist mit der Anbetung der Hirten und der Weisen aus dem Morgenlande, die zur Weihnachtszeit in Kirchen und Häusern aufgestellt wird.
Mitte des 16. Jhdt. an sind Weihnachtskrippen zuerst in Italienischen und Spanischen, bald danach in Süddeutschen Kirchen und an Fürstenhöfen nachzuweisen. Miniaturformen waren die Kastenkrippen. Bei weihnachtlichen Prozessionen wurden Tragkrippen, auch Herodeskasten genannt, mitgeführt.
Bedeutende Sammlungen von Weihnachtskrippen finden sich in den Museen von München, Brixen, Tirol und Neapel. Die Krippenkunst ist vor allem ein Kennzeichen  des katholischen Weihnachtsfestes.
Seit 7. Jhdt. wird in der röm. Kirche Santa Maria Maggiore eine Holzkrippe aufgestellt!

1223 in Greccio fand bereits eine Feier in einem wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt, jedoch ohne die Heilige Familie.
1478 in Italien weit verbreitet,
1537 in Brügge (Belgien), in Deutschland Mitte 16.Jhdt. (durch Jesuitenorden),1562 in Böhmen, 1595 in Nippon (Japan), 1599 in Lahor  (Ostindien),
1601 in Altötting (Deutschland) und ab 1607 in München.
Stellen Sie am 1. Adventsonntag eine leere Krippe auf. In einiger Entfernung die Figuren Maria und Josef, sie befinden sich noch am Weg zur Krippe. Jeden Tag stellt man 1 Figur hinzu. Schließlich am 24. 12. kurz vor der Bescherung legen Sie als 24. und letzte Figur das Jesuskind in die Krippe. (Vergessen Sie aber nicht, Maria und Josef treffen zuvor ein)! Ihre Krippe sollte mindestens folgende Figuren aufweisen:
Jesuskind in der Futterkrippe, Maria und Josef, Ochs und Esel, hl. 3 Könige, Weihnachtsstern, Engel, Hirten, Weidetiere (Schafe, Gänse etc.). Ob die Krippe die Gestalt einer Höhle, Stall etc. hat ist Geschmackssache! Sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer! Er wird Ihre Krippe bei der Adventkranzweihe
sicher gerne mitweihen! Geweihte Figuren strahlen eine eigene Aura aus.
Die in vielfachen Varianten bekannte figürliche Darstellung des Weihnachts geschehens mit dem in der Krippe liegenden Jesuskind leitet sich ursprünglich vom geistlichen Schauspiel des Mittelalters ab. Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gab es Krippenspiele, die dann aber in Vergessenheit gerieten. Franz von Assisi war es, der am 24. 12. 1223 in der Nähe von Rom eine Weihnachtsmesse las, bei der er als Symbol für die Geburt Christi wohl erstmals wieder ein Stall mit Holzfiguren aufbaute.
Krippenspiele sind sowohl Krippen mit mechanisch beweglichen Figuren wie auch einfache, auf die Anbetung der Hirten beschränkte Weihnachtsspiele, die häufig auch von Kindern durchgeführt werden. Die Darstellung der Krippenszene und die Verwendung der Krippe in Weihnachtsspielen geht vermutlich auf Franz von Assisi zurück. 1223 wurde er mit lebenden Ochsen und Eseln in einer szenischem Bild dargestellt. Die Tradition des Aufführens von Krippenspielen entstammen höchstwahrscheinlich dem Brauch, in Europa zu Weihnachten Theater- und Schaustücke aufzuführen.
Im 4. Jhdt. bereits finden wir in Katakomben (San Sebastiano, Priscilla) Malereien bezüglich Christi Geburt. Darauf abgebildet ist das liegende Kindlein zwischen Ochs und Esel, sowie evt. Hirten.
Erst später kamen Bilder, wo auch Maria und die Weisen zu sehen waren. Auch Josef, Verkündigungsengel (der den Hirten die Botschaft überbrachte), Hebammen (die damals zur Geburtsstätte gerufen wurden), Badefrauen (die für das Kind Wasser zubereiteten), Weidetiere (Böcke, Schafe) wurden bald auf Bildern hinzu gefügt.
Auf vielen Bildern ist der Stern von Bethlehem als Komet dargestellt. Der Astronom Johannes Kepler (1571-1630) sagte jedoch, es sei eine besondere, sehr seltene Verbindung von Jupiter und Saturn gewesen. Er beobachtete eine entsprechende Verbindung im Jahre 1604 und 1605, die er als "Stern von Betlehem" beschrieb. Diese Verbindung sei auch im Jahre sieben vor Christus aufgetreten, wobei die beiden Planeten am 29. Mai, am 3. Oktober und am 5. Dezember im Jahre direkt nebeneinander im Sternzeichen der Fische gestanden haben sollen. Da Saturn als Planet der Juden galt, Jupiter aber als Herrscher- und Glücksplanet, wurde die Verbindung als Zeichen gedeutet, daß in Judäa ein neuer Herrscher auftritt.
Doch kann der Stern auch lediglich als Sinnbild gedeutet werden, als Erfüllung der alttestamentlichen Verheißung: "Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen" .